Wir sind hallo in sülz

Bürgerinnen und Bürger aus Sülz und Klettenberg haben sich 2015 in der Willkommens- initiative hallo in sülz zusammengeschlossen. Ziel ist es, etwas mit und für die Menschen tun, die nach der Flucht aus ihrem Heimatland nach Köln gekommen sind. In der Initiative haben sich verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die teilweise auch in anderen Stadtteilen Neubürger unterstützen.

In der Berrenrather Straße in Sülz hat die Stadt Köln eine doppelstöckige Wohncontainer- anlage für maximal 80 Personen errichtet. Immer vier Personen teilen sich einen dreizehn Quadratmeter großen Schlaf und Wohnraum, jeweils acht Personen teilen sich die kleine gemeinsame Küche. Für alle Wohneinheiten gibt es gemeinsam zu nutzende Sanitäranlagen. Seit Ende Februar ziehen Frauen ein. Zur Zeit bewohnen 61 Frauen und 11 Kinder das städtische Quartier. Die Heimleitung hat die Diakonie Köln übernommen.

Die Unterstützergruppen von hallo in sülz sind auf verschiedenen Feldern für die neuen Nachbarinnen tätig. So wird Deutschunterricht angeboten, es gibt eine Handarbeitsgruppe und eine Gruppe, die Stadtspaziergänge anbietet. Außerdem werden die Geflohenen von Mitgliedern der Initiative bei Ämtergängen, Arztbesuchen und Alltagsproblemen unterstützt. Ein Projekt zur Gestaltung der Außenanlagen an der Flüchtlingsunterkunft wurde ebenfalls gestartet und eine gemeinsame Kochgruppe ist in Vorbereitung. Hinzu kommen Aktive, die in der Theodor-Heuss-Realschule den Deutschunterricht unterstützen und andere, die jugendlichen unbegleiteten Geflohenen mit diversen Projekten, wie zum Beispiel einer Fahrradwerkstatt, zur Seite stehen.

Ziele der Willkommensinitiative

  • den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf Augenhöhe begegnen
  • ihre Wünsche und Bedürfnisse respektieren
  • sie praktisch im Alltag unterstützen
  • nachbarschaftlichen Kontakt mit den neuen Nachbarinnen und Nachbarn pflegen
  • von ihnen lernen

Offen für alle Menschen

Die Willkommensinitiative ist offen für alle Menschen, die mitmachen wollen. Es geht darum, eigene Ideen einzubringen und andere zu finden, mit denen sich diese verwirklichen lassen. Man kann sich einer bestehenden Gruppe anschließen und diese verstärken. Es kann sein, dass man schnell etwas tun kann, weil es eine Anfrage gibt, die genau die Fähigkeiten erfordert, die man zur Verfügung stellen kann. Oder, dass es eine Zeit dauert, bis man das richtige gefunden hat. Eine Informationsplattform gibt es hierzu auch unter www.wiku-koeln.de.

Sie möchten sich engagieren? Schreiben Sie uns an info@halloinsuelz.de. Oder wenden Sie sich direkt an die einzelnen Gruppen.