„Einwanderung gestalten NRW“

Den Behördendschungel durchschaubar und einfacher machen – das ist das Ziel des landesweiten Projekts „Einwanderung gestalten NRW“, an dem die Stadt Köln als eine von 12 Städten seit über einem Jahr teilnimmt (Zwischenbericht vom Juni 2018). Dazu sitzen die beteiligten Institutionen (die städtischen Ämter, Jobcenter, Wohlfahrtsverbände, etc.) zum Thema Wohnen, Bildung, Sprache, Gesundheit, Teilhabe u.a.m. in UnterArbeitsGruppen (UAG) zusammen. In Köln sind in jeder UAG auch VertreterInnen des Ehrenamts (u.a. auch von „hallo in sülz“) dabei, die ihre Erfahrungen bei der Begleitung von Geflüchteten einbringen. So wird an sehr konkreten Punkten klar, wo es „hakt“, was fehlt oder missverständlich ist und was besser gemacht werden kann.

Das klingt sehr theoretisch – aber es bedeutet sehr praktische Arbeit an „Kleinigkeiten“, die die Behördengänge so schwierig machen. Da ist es schon Erleichterung, wenn zum Beispiel

  • Videodolmetschen in den Ämtern eingeführt wurde
  • Anträge nicht mehr persönlich abgeholt werden müssen, sondern heruntergeladen werden können
  • doppelte Abfragen vereinheitlicht werden
  • Abläufe in „Leichter Sprache“ erklärt werden

Ein konkretes Ergebnis von „Einwanderung gestalten“ ist das „Personal Book“: Für die vielen offiziellen Briefe und Papiere, die die Neu-Bürger*innen bekommen, bietet es Kategorien an, nach denen die Dokumente geordnet werden und die persönlichen Nummern (KV, RV, Steuer-ID, BG, Kindergeld, etc.) eingetragen werden können. Wichtig ist der Daten-Schutz: Nur der/die Besitzer*in entscheidet, wer diese persönlichen Daten des „Personal Book“ zu sehen bekommt!

Alles, was durch „Einwanderung gestalten“ für die Neu-Kölner*innen erarbeitet wird, kommt natürlich allen Kölner Bürger*innen zugute: weniger Bürokratie, verständliches Amtsdeutsch, einfachere Formulare, die auch online auszufüllen sind. Diese Ziele sollen auch nach Projektende (Dez. 2019) weiter verfolgt werden…